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Klinik Berner Stieg

Fachkrankenhaus für Zahnärztliche Implantologie
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Updated:
31.10.2014

NEWSARTIKEL - Das Neueste aus OTS - 31.10.2014

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NEWSARTIKEL:

Optimierte Zahn- und Mundreinigung

Neue Zahncreme durch die Firma Dr. Liebe!

Pearls & Dents jetzt mit 100 Prozent biologisch abbaubaren Reinigungsperlen: Erste medizinische Mundpflege mit natürlichem Perl-System.

Leinfelden-Echterdingen (ots) - Mit der neuen, verbesserten und mikroplastik-freien Pearls & Dents bringt das Unternehmen Dr. Liebe seit Anfang September die erste medizinische Mundpflege mit natürlichem Perl-System auf den Markt. Neu sind die Perlen auf rein natürlicher Basis: zu 100 Prozent biologisch abbaubar, aus natürlichen Rohstoffen gewonnen.

Die neue Pearls & Dents mit zum Patent angemeldetem natürlichem Perl-System wird seit September 2014 in Apotheken und bei Zahnärzten/Prophylaxe-Shops verkauft. Die unverbindliche Preisempfehlung seitens Dr. Liebe bleibt bei 6,95 Euro/100 ml-Tube. Die neue Pearls & Dents ist besonders zu empfehlen für Raucher, Kaffee-, Tee- und Rotweingenießer, bei Kronen, Implantaten und Brücken, Fissurenversiegelungen und Kunststofffüllungen, für Zahnspangen-Träger und jedermann, der Wert auf reine und gepflegte Zähne, ein zungenglattes Gefühl legt und dabei auch - wie Dr. Liebe selbst - besonderen Wert auf den Schutz von Umwelt und Natur legt.

Wirkprinzip der neuen Pearls & Dents beruht auf Juwelierstrick. Um Gold besonders schonend zu reinigen, bedienen sich Juweliere einer speziellen Methode: Das Schmuckstück wird zusammen mit speziellen Kügelchen in einer Rolliertrommel gerüttelt. Diese Kügelchen sind weicher als das Gold. So wird das Schmuckstück nicht nur optisch sauber, diese Methode nutzt vor allem auch dessen Oberfläche nicht ab. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die neue Pearls & Dents im Mund.

Der Härteunterschied zwischen reinigenden Perlen und Zahn ist so groß, dass eine Schädigung des Zahnschmelzes oder Dentins sogar bei freiliegenden Zahnhälsen, Kunststofffüllungen oder Fissurenversiegelungen vollkommen ausgeschlossen werden kann.

Weitere Informationen auch unter www.pearls-dents.de/neu.

PS: Fragen sie uns nach Pearls & Dents! Ihr Team Klinik Berner Stieg.

Fragen und Antworten




Was sind überhaupt Implantate?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus gewebefreundlichen Materialien, die in den Kiefer gesetzt werden. Aufgrund der Materialeigenschaften werden sie vom Körper nicht abgestoßen. Auf das Implantat wird dann ein künstlicher Zahn aufgebaut.

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Halten die Implantate ewig?

Es ist das Ziel der Behandlung, dass Implantate möglichst ewig halten.

Implantate sind - wie die natürlichen Zähne auch - den medizinisch ungünstigen Bedingungen der Mundhöhle ausgesetzt. Hier finden sich Speisereste, Zahnbeläge und damit leider auch sehr große Mengen an verschiedenen Krankheitserregern (Bakterien). Werden die Implantate unzureichend gepflegt, setzen ähnliche Prozesse (Parodontitis) ein wie auch bei natürlichen Zähnen, die über die Zahnfleischtaschen zu einem Knochenschwund führen können und die Haltbarkeit des Implantates beeinträchtigen können. Daher ist für einen Langzeiterfolg mit Zahnimplantaten eine gute Mundhygiene absolut erforderlich, zusammen mit regelmäßigen Kontrollen durch den Behandler.

Ebenfalls für den Langzeiterfolg ungünstige Faktoren sind starkes Rauchen und einige Vorerkrankungen des Patienten, wie Diabetes vom Typ 1 (Insulinspritzen), längere Cortisonbehandlungen oder Chemotherapie und Bestrahlung. In einem solchen Fall kann jedoch nach eingehender Untersuchung und Beratung meist eine positive Entscheidung für eine implantologische Behandlung getroffen werden. Dies ist deshalb möglich, weil die DZZI-KLINIK als Fachkrankenhaus unter ärztlicher Leitung das gesamte gesundheitliche Bild des Patienten beachten kann.

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Werden Implantate manchmal vom Körper abgestoßen?

Abstoßungsreaktionen - wie sie bei Allergien und Organtransplantaten von fremden Menschen oder Tieren auftreten - gibt es bei Implantaten aus Titan nicht. Fälschlicherweise hat sich hier der Begriff "Abstoßung" im Bereich der zahnärztlichen Implantologie eingeschlichen. Nach jüngsten kristallographischen Untersuchungen tritt die Titanoberfläche der Implantate in eine chemische Wechselbeziehung vor allem zum Kalzium des Knochens aber auch zu seinen biologischen Anteilen. Diese Wechselbeziehung tritt eigentümlicher Weise nur bei Titan auf.

Auch wenn Titan viele lange gehegte Wünsche nach einem geeigneten Material für den Zahnersatz im Knochen in vielen Punkten erfüllt hat, wird ständig an der Verbesserung der Implantate geforscht, sowohl an einer Optimierung der Oberfläche, als auch an Implantaten aus anderen Materialien

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Aus welchem Material sind Implantate?

Die meisten Zahnimplantate sind aus Reinsttitan. Titan verbindet sich gut mit dem Knochen, es gibt keine allergischen Abwehrreaktionen, zudem gewährleistet Titan gute mechanische Bruchfestigkeit. Früher wurden, wegen gewisser, dem Titan nachgesagter metallurgischer Nachteile, kosmetische Vorteile (weißer Werkstoff) in der alternativen Verwendung von Implantaten aus Keramik gesucht.

Diese kommen jedoch erst dann zur Geltung, wenn der Knochen sich aus biologischen (infektiösen) Gründen zurückgebildet hat und das dunkle Metall des Implantates sichtbar wird. Mit der Verwendung von Keramik werden diese Nachteile zwar ein wenig vermindert, im Gegenzug handelt man sich aber bedeutendere andere Nachteile (Sprödigkeit, Bruch, fehlende kristallographische Verbindung mit dem Knochen) ein, die auch neuere Versuche der Verwendung von Keramik zum Ende bringen.

Titan ist im Gegensatz zu Keramik deutlich elastischer, sodass die minimale natürliche Biegung des Knochens eher vom Titan als von Keramik mitgemacht werden kann.

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Welches ist das beste Implantatsystem?

Diese Frage kann man nicht allgemeingültig beantworten. Alle großen Implantatsysteme haben ein sehr hohes Niveau erreicht. Jedes System hat in bestimmten Fällen Vorteile gegenüber anderen Fabrikaten. Es muss also immer von Fall zu Fall entschieden werden, welches System einzusetzen ist. Entscheidend ist nicht der Hersteller des Implantats, sondern die Mitarbeit des Patienten und die Kunst des behandelnden Arztes.

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Muss für jeden verlorengegangen Zahn ein Implantat gesetzt werden?

Nein. Implantate werden immer dann gesetzt, wenn für die Verankerung einer einzelnen künstlichen Zahnkrone oder Brücke die erforderlichen natürlichen Pfeiler fehlen. Wenn man die Implantate dicht nebeneinander setzt, um für jeden verlorengegangenen Zahn einen Ersatz zu schaffen, so wird der Anteil an biologischer Masse (Knochen) im Verhältnis zum Anteil an Metall so ungünstig, dass sich der Knochen wegen Ernährungsmangel zurückzieht und das Implantat allmählich frei liegt. Sehr häufig werden in den Frontbereichen des Ober- und Unterkiefers jeweils zwei oder vier Implantate in den Eckzahnbereichen gesetzt, um an darauf befindlichen Befestigungselementen (Kugeln, Stegen) eine herausnehmbare Prothese zu verankern.

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Wie viele Implantate benötige ich für den besseren Halt einer Prothese, nachdem alle Zähne verlorengegangen sind?

Hier werden üblicherweise 4 Implantate gesetzt (Stellungnahme der DGZMK [Deutsche Gesellschaft für Zahn-Mund-Kieferheilkunde] 3/98). Werden nur 2 Implantate gesetzt, verbessert dies zwar den Halt, die Stabilität ist jedoch gegenüber einer Lösung mit 4 Implantaten deutlich geringer.

Für eine festsitzende Lösung werden normalerweise 6 Implantate im Unterkiefer und 8 im Oberkiefer gesetzt. Die tatsächliche Anzahl muss aber immer individuell an den vorliegenden Fall angepasst werden, denn ein großes Implantat in einem guten Knochen kann deutlich mehr Kaudruck abfangen als ein kleines in einem schwachen Knochen.

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Wie viel kosten Implantate?

Im Internet dürfen deutsche Ärzte aus rechtlichen Gründen keine Preisangaben machen. Eine solche Angabe wäre auch nicht sinnvoll, da eine Einschätzung der genauen Kosten immer nur in Kenntniss eines individuellen Falles vorgenommen werden kann. Sie können aber telefonisch oder per E-Mail gerne erste Informationen zur Schätzung der Größenordnung erfragen. Für eine einigermaßen zutreffende Schätzung der Größenordnung der Kosten ist es sehr hilfreich, wenn Sie uns entweder mit der Post oder per E-Mail als attachment ein einigermaßen aktuelles Röntgenbild schicken.

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Zahlen die Krankenkassen wenigstens einen Teil der Implantate?

Die privaten Krankenversicherungen zahlen meist einen Großteil der Implantatkosten. Hier hilft die Einreichung eines Kostenvorschlages zur Abschätzung der Erstattungshöhe.

Die gesetzlichen Krankenkassen können eine Behandlung mit Zahnimplantaten nur in sehr seltenen Extremsituationen bezahlen (z.b. hauchdünner Kiefer, Zustand nach Kieferkrebs oder Unfall, Zustand nach angeborener Kieferspalte).

Die gesetzlichen Krankenkassen geben nach neuerer Gesetzgebung zu Implantaten keinen Zuschuss, wohl aber zu den künstlichen Zahnkronen oder Brücken darauf. Kassenpatienten müssen durch ihren behandelnden Zahnarzt dafür einen Heil- und Kostenplan einreichen lassen. Die privaten Krankenversicherungen übernehmen oft bei neu abgeschlossenen Versicherungsverträgen standardmäßig keine implantologische Versorgung mehr.

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Muss eine Behandlung mit Zahnimplantaten unter Narkose stattfinden?

Kleinere Eingriffe lassen sich problemlos in örtlicher Betäubung - wie beim Zahnziehen - erledigen. Vor allem die Operation für wenige Einzelzahnimplantate oder Implantate in einem Kieferbereich wird mit einer normalen zahnärztlichen Spritze vom Patienten sehr gut vertragen. In diesen Fällen kann der Patient auch anschließend nach Hause gehen.

Wenn aber mehrere Abschnitte oder gar alle Bereiche der Kiefer operiert werden sollen, ist schon allein vom Zeitaufwand her eine örtliche Betäubung ungünstig. Aus vielen Gründen können die Patienten dies schlecht mitmachen, auch weil die Geräuschentwicklung vor allem im Oberkiefer sehr unangenehm sein kann. Hier ist dann eine flache Vollnarkose äußerst hilfreich und nimmt vor allem auch die Angst vor der Operation. Unerlässlich ist hierbei, dass ein Anästhesist diese Narkose durchführt. Wenn zur eigentlichen schon sehr umfangreichen Implantation in mehreren Kieferabschnitten des Ober- und Unterkiefers noch zusätzliche Maßnahmen wie Knochenvermehrung durch sogenannten "Sinuslift" oder knochenaufbauende Maßnahmen hinzukommen, ist nicht nur eine normale Vollnarkose, sondern vor allem auch die stationäre Nachsorge in einer Klinik dringend anzuraten.

Patienten mit deutlichen Herz- und Kreislaufproblemen sollten in der normalen Zahnarztpraxis auch unter einer normalen örtlichen Betäubung durch einen Anästhesisten während des Eingriffs betreut werden.

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Wie lange kann ich nach einer Implantatsetzung nicht arbeiten?

Meistens benötigt der Patient nach der Behandlung ein bis zwei Tage um sich von der Belastung zu erholen. Genauere Angaben können jedoch auch hier erst in Kenntnis des individuellen Falles gemacht werden.

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Mit welchen Beschwerden ist zu rechnen?

Auch hier können genauere Angaben erst in Kenntnis der Situation des Patienten gemacht werden. Meist ist jedoch nur mit Schmerzen über einige Tage zu rechnen, die mit entsprechenden Schmerzmitteln jedoch gut zu unterdrücken sind. Das weit verbreitete Schmerzmittel Aspirin erscheint eher ungeeignet, weil seine blutverdünnende Wirkung unter Umständen zu einer verstärkten Blutung im Operationsgebiet führen könnte. Als Alternative gilt hier Paracetamol.

Des weiterin kommt es in den ersten zwei Tagen nach dem Eingriff zu einer Schwellung. Nach zwei Tagen lässt diese wieder nach. Das Ausmaß der Schwellung hängt von der Größe des Eingriffs ab. Vielfach wird den Patienten geraten, die Wange zu kühlen. Erfahrungsgemäß führt dies jedoch nach Unterbrechung oder Absetzen der Kühlung zu einer noch stärkeren Schwellung, so dass es eigentlich besser ist diese Kühlung nicht durchzuführen. Das Auftreten eines sichtbaren Blutergusses kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

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Kann man sofort nach Entfernung eines Zahnes ein Implantat setzen?

Dies wird sehr häufig gemacht (Sofortimplantation). Dieser Sofortimplantation in das leere Zahnfach hinein wird der Vorteil des Knochenerhalts nachgesagt. Dies mag auch in vielen Fällen tatsächlich so eintreten. Der Sofortimplantation haftet aber die große Gefahr einer Infektion an, denn schließlich hat es seinen Grund, warum der Zahn entfernt werden muss.

Bei Zähnen mit einer Wurzelfüllung ist auch ohne das Vorliegen einer röntgenologisch sichtbaren Vereiterung an der Wurzelspitze mit einer Entzündung des Knochens um die Wurzelspitze herum zu rechnen. Wenn es nicht gelingt, diesen Bereich für die Implantation vollständig zu entfernen oder das anschließend verordnete Antibiotikum nicht geeignet ist oder nicht genommen wird, kann es leicht zu einer Frühinfektion am Implantat kommen.

Bei Frontzähnen im Oberkiefer ist die lippenseitige Knochenlamelle des leeren Zahnfaches oftmals sehr dünn und zieht sich sehr schnell zurück, wenn der natürliche Zahn mit seinen den Knochen ernährenden Elementen fehlt und statt dessen das tote Metall des Implantates steht. Diese Gefahr ist besonders groß, wenn bei mehreren nebeneinander stehenden Frontzähnen im Oberkiefer die Implantate als Sofortimplantate gesetzt werden. Dieser Gefahr kann man nur entgegenwirken, indem äußerst schlanke Implantate verwendet werden, weil hierbei der bei der Heilung entstehende Knochen überwiegt. Aber diesem Prinzip sind deswegen Grenzen gesetzt, weil ein schlankes Implantat entsprechend lang sein muss um die Kaukräfte zuverlässig aufzunehmen. Dann aber kann es passieren, dass die Spitze des Implantates in Bereiche gesetzt wird, wo es weitere Gefahren gibt (Kieferhöhle, Nasenhöhle).

Bei Zähnen, die wegen hochgradiger Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) entfernt werden müssen, ist das leere Zahnfach entzündungsbedingt oft sehr stark erweitert, so dass es kaum Halt für den Implantatkörper gibt. Die Verwendung von entsprechend dicken massiven Implantaten wäre hier eine Antwort, die jedoch auch in das ungünstige Verhältnis von lebender zu toter Substanz münden könnte. Auch muss man dann über die Spitze des leeren Zahnfaches in den tieferen Knochen hineingehen, um dem Implantat eine sofortige Festigkeit zu geben, auch wenn die unmittelbare Umgebung des Implantates keinen direkten Oberflächenkontakt über die gesamte Länge ermöglicht. Schließlich entspricht die spitz zulaufende Kontur des leeren Zahnfaches nicht der eher parallelwandigen Gestalt des Implantates.

So ist es eigentlich weniger die vorhandene parodontitische Infektion des leeren Zahnfaches nach der Extraktion als seine fehlende Formübereinstimmung mit dem Implantat, die der Sofortimplantation deutliche Grenzen setzt. Diese fehlende Formübereinstimmung erfordert bis zum Nachwachsen des fehlenden Knochens sehr viel mehr Zeit, als wenn das Implantatlager im vorhandenen ausgeheilten Knochen formübereinstimmend gefräst werden kann.

Eine Knocheninfektion zeichnet sich dadurch aus, dass die festen mineralischen Bestandteile des Knochens herausgelöst werden und ihm dadurch sein Charakteristikum als Hartgewebe für den Halt eines Implantates fehlt. Entfernt man das infizierte übrig gebliebene entzündete Weichgewebe, so entfernt man auch letztlich die Infektion. Restkeime müssen selbstverständlich mit einem Antibiotikum bekämpft werden.

Unter Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Gegebenheiten kann eine Sofortimplantation eigentlich nur sehr günstigen Fällen erfolgreich durchgeführt werden. Im allgemeinen ist eine Wartezeit von vier bis acht Wochen nach der Zahnentfernung doch anzuraten.

Die Formel "Zahn raus, Implantat mit neuer künstlicher Krone rein" ist daher nur in seltenen Fällen möglich.

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Wie lange muss nach der Setzung des Implantates gewartet werden, bis die Prothese bzw. Krone angefertigt wird?

Dies variiert je nach verwendetem Implantatsystem und der Lage des Implantates in den Kieferbereichen.

Zylindrisch geformte Implantate werden auch "rotationssymmetrische" Implantate genannt. Wenn nach der Implantation und der Wiedereröffnung des Zahnfleisches für das Aufschrauben des Trägerpfostens zu viel Kraft aufgewendet wird, kann es passieren, dass nach zu kurzer Wartezeit der gesamte Implantatkörper "durchgedreht" wird (sogenannter "spinner"). Diese Gefahr besteht bei Implantaten einer anderen Form nicht.

Bei Zylinderimplantaten im Unterkiefer wird meist zwei bis drei Monate, im Oberkiefer vier bis fünf Monate gewartet, um einen "spinner" zu vermeiden. Bei stabilen Verhältnissen kann man die Wartezeit im vorderen Bereich des Unterkiefers noch weiter reduzieren. Im hinteren Bereich des Oberkiefers dauert die Verknöcherung immer etwas länger, so dass dort schon bis zu fünf Monate gewartet werden sollte.

In Verbindung mit einer speziellen Methode zur Verbreiterung der Knochenschicht zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle im Oberkiefer, einer so genannten "Sinuslift Operation" (siehe auch entsprechenden Abschnitt in der Enzyklopädie "Wikipedia") muss je nach Menge der fehlenden Knochensubstanz mitunter bis zu 12 Monate gewartet werden, bis die Implantate tragfähig geworden sind.

Ob die in einigen Publikationen angepriesenen angeblich "revolutionären" Oberflächenveränderungen des Implantates tatsächlich zu einer deutlichen Verkürzung der Wartezeit führen können, muss erst noch in unabhängigen Langzeituntersuchungen bestätigt werden.

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Muss mehrmals operiert werden?

Meist ist es sinnvoll, alle erforderlichen Implantate in einer Operation zu setzen. Dies hängt aber im wesentlichen von den Wünschen des Patienten ab. Vielfach ist es den Patienten bei umfangreichen Implantationen einfach "zu viel", alles auf einmal machen zu lassen. Andere wiederum möchten dieses Thema schnell erledigt haben und lassen alles auf einmal machen.

Meistens werden Implantate nach der Operation mit dem Zahnfleisch vollständig zugedeckt und die Implantatpfeiler dafür abgeschraubt. Dies bedeutet, dass in einem zweiten Eingriff das Zahnfleisch punktförmig über dem Implantatgewinde unter örtlicher Betäubung geöffnet werden muss.

Es gibt aber auch die sehr elegante Methode, Implantate direkt durch das Zahnfleisch hindurch einzusetzen. In diesen Fällen handelt es sich um so genannte "einteilige" Implantate. Ein zweiter Eingriff zur Öffnung des Zahnfleisches für das Aufschrauben der Implantatpfeiler entfällt also.

Oft wird durch Einbringen von Knochenersatzmaterial eine zweite Operation für das Einsetzen der Implantate durchgeführt. In diesen Fällen beträgt der Abstand oft bis zu acht Monate für die zweite Operation. Es ließ sich dann eine Einheilzeiten der Implantate von ebenfalls bis zu acht Monaten an. Im Anschluss daran wird dann der Abdruck für die endgültigen Zähne genommen. Hierfür muß das Zahnfleisch über dem Implantatgewinde unter örtlicher Betäubung geöffnet werden.

Dieses letztgenannte Verfahren ist also sehr aufwändig und wird oft auch durch einen weiteren "Operationsschauplatz" für die Entnahme von Knochenbröckeln aus der Hüfte ausgeweitet. Es liegt auf der Hand, dass dies für den Patienten mit zusätzlichen Beschwerden, Belastungen und vor allem neuen Risiken und Kosten behaftet ist. Insofern ist es besser, man vermeidet durch Auswahl des geeigneten Implantatsystems dieses ganze Verfahren.

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Gibt es ein Höchstalter für Implantate?

Nein. Ob Implantate für einen Patienten in Frage kommen, hängt nicht vom nominellen Alter ab, sondern vom biologischen. Die Implantation stellt bei einem jüngeren Patienten mit einer großen Krankheitsgeschichte ein größeres Risiko dar als bei einem 80-jährigen Patienten mit guter Knochenstruktur.

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Ich habe Osteoporose, kann man dennoch noch Implantate setzen?

Ja. Es ist in diesem Fall jedoch notwendig, die Wartezeit zwischen dem Setzen der Implantate und ihrer Belastung entsprechend anzupassen.

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Mein Kiefer ist schon stark geschwunden. Sind dann noch Implantate möglich?

Grundsätzlich sollte der Zahnarzt versuchen, ein Implantatsystem zu verwenden, das von vornherein ohne zusätzliche Maßnahmen in den vorhandenen Knochen passt. Machen Sie ihn also darauf aufmerksam, dass es für solche Fälle die sogenannten Blattimplantate gibt. Wenn er sie selbst nicht verarbeiten kann, fragen Sie ihn nach einem Zahnarzt, der dazu in der Lage ist.

Um einen langfristigen Erfolg mit Implantaten zu gewährleisten, sollte der Kiefer in der Regel mindestens 5 mm breit und 10 mm hoch sein. Die Situation des Patienten kann in dieser Hinsicht durch eine Röntgenaufnahme, ggf. auch eine Computeruntersuchung, beurteilt werden. An dieser Stelle ist die Auswahl des geeigneten Implantatsystems angebracht.

Reicht der vorhandene Knochen nicht aus, kann durch Knochenspäne aus den Implantatbohrlöchern, anderen Regionen des Kiefers oder auch aus der Beckenschaufel gegebenenfalls Knochenaufbau betrieben werden. Knochen aus der Beckenschaufel kommt insbesondere beim Aufbau des Knochens in den Seitenbereichen des Oberkiefers zum Einsatz. Bei Zahnlosigkeit geht der Knochen dort zugunsten der Kieferhöhle verloren. Durch eine Anhebung des Kieferhöhlenbodens, auch Sinuslift genannt, wird dieser Raum wieder mit Knochen aufgefüllt. Nach einer Wartezeit von etwa 5 Monaten kann der neu gewonnene Knochen dann zum Halt von Implantaten verwendet werden. Erfreulicherweise kann meistens die Verwendung von Knochenmaterial aus dem Beckenknochen jedoch vermieden werden.

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Kann man auch bei Kindern und Jugendlichen Implantate setzen?

Zur Unterstützung einer Zahnregulierung werden bei Jugendlichen gelegentlich Implantate gesetzt, um eine aufwändigere Apparatur zu ersetzen.

Da das Wachstum des Kiefers bei Kindern und Jugendlichen nocht nicht abgeschlossen ist, ist die Behandlung mit Zahnimplantaten als Zahnersatz hier jedoch problematisch. Der Kieferknochen wächst um ein Implantat herum nicht normal weiter. Daher sollten Jugendlichen Implantate erst nach dem letzten Wachstumsschub gesetzt werden, also bei Mädchen bis 14 Jahre, bei Jungen bis 16 Jahren. Besser noch wäre es, bis 16 bzw 18 Jahre zu warten, um auf individuelle Wachstumsunterschiede zu reagieren.

Ist die Implantation unumgänglich, so kann das Wachstums des Kieferknochens über abschraubbare Zahnkronen durch Verändern der sichtbaren Zahnkrone kosmetisch ausgeglichen werden.

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Muss ich für Implantate ganz gesund sein?

Nein, allerdings stellen bestimmte Erkrankungen ein höheres Risiko dar. Darunter fällt die Zuckerkrankheit falls die Behandlung mit Tabletten nicht ausreicht. Auch Blutkrebs, Zustand nach Kieferbestrahlung und schwere Herz- und Kreislauferkrankungen zählen dazu. Die Einschätzung der Risiken erfolgt hier nach Rücksprache mit dem Hausarzt.Ein Patient, der wegen eines Magen-Darmkrebses in Chemotherapie behandelt wurde, wird so z.B. trotzdem nicht von der Implantation ausgeschlossen werden, da der Magen-Darm Trakt ballastreiche Kost benötigt.

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Wie oft muss ich nach der Implantatsetzung zu Kontrollen kommen?

Die regelmäßige Untersuchung der Implantate ist genau wie auch die der natürlichen Zähne ein Muss. Frühstadien von Entzündungen sind viel einfacher zu behandeln als schwere Entzündungen, die schon zu einem Abbau von Knochenmaterial geführt haben.

Daher empfiehlt sich die folgende Kontrollstruktur für die Zeit nach der Implantation:

Nach Setzen des Implantates: Nach 2 Tagen, nach 7 Tagen, dann nach 3 Wochen und danach alle 4 bis 8 Wochen.

Nach vollendeter Einheilung: Alle 6 Monate.

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Wann ist eine Voroperation vor der Implantatsetzung notwendig?

Eine Voroperation wird mitunter dann durchgeführt, wenn das vorhandene natürliche Knochenangebot für das beabsichtigte Implantat nicht ausreicht. Diese Voroperation erfolgt dann einige Monate vor dem geplanten Setzen der Implantate. Auch hier ist aber zunächst zu überlegen, ob man eine Voroperation vermeiden kann, wenn man ein von vornherein passendes Implantat verwendet.

Grundsätzlich gilt, zusätzliche Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Voroperation für Knochenaufbau erhöhen die Infektionsgefahr und die Risiken von Komplikationen ebenso wie die Kosten.

In vielen Fällen ist es aber so, dass knochenaufbauende Maßnahmen durchaus auch während der eigentlichen Implantation vorgenommen werden können. Oft genügt schon der Einsatz von künstlichem Ersatzmaterial, das dann mit einer Membran abgedeckt wird. Das Zahnfleisch wird über allem vollständig vernäht . Unter der Membran bildet sich dann im Laufe von Wochen und Monaten neuer Knochen. Das künstliche Ersatzmaterial soll in gleichem Maße abgebaut werden.

Die Membran muss vor dem Einsetzen der neuen Zähne entfernt werden. Dies ist im allgemeinen kein großes Problem und kann selbst durch winzigste Öffnungen hindurch sogar ohne örtliche Betäubung geschehen.

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